London (dpa) - Um Frauen für sich zu gewinnen, sollten Männer
nicht den risikofreudigen Draufgänger markieren. Rasantes
Autofahren oder waghalsige Sportarten wie Free Climbing und Bungee-Jumping
kommen laut einer US-Studie beim weiblichen Geschlecht weit weniger
gut an, als viele Männer denken.
Frauen
bevorzugen vielmehr den vorsichtigen Typ, wie William Farthing
von der Universität von Maine in Orono feststellte. Seine
Erkenntnisse beruhen auf der Befragung von insgesamt 100 jungen
Frauen und Männern, wie das britische Wissenschaftsmagazin
«New Scientist» (Nr. 2495, S. 16) berichtet.
Da
Draufgänger anscheinend schlechtere Chancen bei der Partnersuche
haben, wunderte sich Farthing, warum risikofreudige Männer
nicht im Laufe der Evolution ausgestorben sind. Seine These: Draufgängertum
schrecke zwar die Frauen eher ab, beeindrucke aber die männliche
Konkurrenz. Das Verhalten könnte also für ein höheres
Ansehen unter den eigenen Artgenossen sorgen und damit wieder
die Attraktivität für das weibliche Geschlecht steigern.
Farthings Studie ist im Fachjournal «Evolution and Human
Behavior» (Bd. 26, S. 171) erschienen.
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